StreetScooter

Eine Erfolgsgeschichte der E-Mobilität

Die Unternehmensberatung BDU Hans Eßer + Partner war maßgeblich mehrere Jahre in der Entwicklungsphase in das Gesamtprojekt eingebunden und hat eine Reihe von FuE-Projekten mit den verschiedenen Projektpartnern durchgeführt.
Weltweit ist ein tiefgreifender Wandel der Mobilität zu beobachten, der sich in zwei Strömungen manifestiert. Die Verknappung der Rohstoffe, eine zunehmende Urbanisierung und ein wachsender Mobilisierungsgrad in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern verstärken die Nachfrage nach simplifizierten, günstigen und sparsamen Fahrzeugen. Dieser Trend bedingt gleichzeitig den Aufschwung der Elektromobilität.

Inzwischen bieten zwar viele Automobilhersteller preisgünstige Fahrzeuge an und arbeiten auch an der Entwicklung von elektrischen Fahrzeugen oder deren Komponenten. Wie jedoch viele Studien gezeigt haben, herrscht im unteren Preissegment für Fahrzeuge ein hoher Kostendruck, so dass die Margen sehr gering sind. Gerade diese Problematik hemmt auch die Entwicklung der Elektromobilität, da die Mehrkosten eines elektrischen Antriebsstrangs nicht an potenzielle Käufer weitergegeben werden können. Um elektrische oder generell preisgünstige Fahrzeuge zu ausreichenden Deckungsbeiträgen herstellen zu können, müssen produkt- und produktionsseitig radikale Kostensenkungen realisiert werden. Wirklich umfangreiche Kostensenkungen lassen sich jedoch nur durch die Entwicklung völlig neuartiger Fahrzeug- und Technologiekonzepte nach dem Prinzip des Purpose Designs realisieren. Besonders für Elektrofahrzeuge bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, restriktionslos alle sich ergebenden Freiheitsgrade des elektrischen Antriebsstrangs bezüglich einer völlig neuen Produktarchitektur auszunutzen. Viele Prototypen lassen sich nach der Entwicklung nur mit enormem konstruktiven Änderungsaufwand in die Serienfertigung überführen.

 

 

In dem Projekt „StreetScooter“ wurde in vielen einzelnen FuE-Projekten neue Technologien entwickelt bzw. bestehende Technologien durch Kosteninnovationen ersetzt.

 

Folgende Ziele wurden erreicht:

      Aufbau eines mittelstandsgerechten System- bzw. Modullieferantennetzwerkes für Fahrzeugkomponenten
      sowie deren Produktionstechnologien.
     Bilaterale Entwicklung der elektrofahrzeugspezifischen Komponenten.
     Aufbau einer seriengerechten Komponentenproduktion und Bereitstellung der Produktionstechnologien
      im Netzwerk der beteiligten Unternehmen.
      Gesamtintegration der dezentralen Komponentenentwicklung in einem funktionsfähigen Elektrofahrzeug.
     Übernahme der StreetScooter GmbH zu 100 % von der Deutschen Post als Gesellschafter.
      Entwicklung größerer E-Mobil Transportfahrzeuge.
     Aufbau einer Produktion mit Endmontage bei der StreetScooterGmbH mit einer Produktionskapazität
      von ca. 4.000 E-Mobile – StreetScooter pro Jahr.
     Zusätzlich ist eine weitere Produktionsstätte in NRW mit einer Kapazität von ca. 10.000 E-Mobilen
      pro Jahr geplant.
     Darüber hinaus plant die StreetScooter GmbH mittelfristig noch eine weitere Produktionsstätte in Deutschland.