Vortrag bei der Effizienzagentur NRW (von Dr.-Ing. Werner Rixen)

Das betrachtete Unternehmen ist Hersteller von thermosensitiven Papieren und Inkjet-Papieren. Es werden über 100 verschiedene Papiersorten mit Flächengewichten zwischen 55 g/m² und 250 g/m² hergestellt. Das Unternehmen verfügt über eine Papiermaschine, zwei Streichmaschinen sowie mehrere Rollenschneider und ist nach DIN ISO 9001 zertifiziert.
„Die wirtschaftlichen Erfolge einer intensiveren Verwertung der Abwärme der Papiermaschine hat das Unternehmen darin bestärkt, die Produktionsprozesse noch intensiver auf die Einsatzmöglichkeit energie- und wassersparender Technologien hin zu überprüfen.“

Die Potenziale

In der Trockenpartie einer Papiermaschine entsteht prozessbedingt eine hohe Abwärme, die weitgehend zur Vorwärmung der trockenen Luft dient, die der Trockenpartei zur Trocknung der Papierbahn zugeführt wird. Papiermaschinen benötigen warmes Wasser, das bisher mit Frischdampf erzeugt wurde. Durch Einbau eines weiteren Wärmetauschers in die Abluft der Trockenpartie konnte auch noch die Restwärme ausgenutzt und für die Erzeugung des Warmwassers verwendet werden.

Das Ergebnis

Durch diesen zweiten Wärmetauscher in der Abluft der Trockenpartie ließ sich der Frischdampfeinsatz um ca. 10.000 Tonnen pro Jahr senken. Die dazu notwendige Investition betrug ca. 200.000 €. Bei variablen Kosten von 15 € pro Tonne Dampf entspricht das einer Ersparnis von 150.000 € pro Jahr.
Weitere systematische Untersuchungen im Rahmen des PIUS-Checks (Produktionsintegrierter Umweltschutz) lassen zusätzliche Einsparungen bei Wasser und Energie erwarten.

Der Berater

Herr Dr.-Ing. Werner Rixen ist als Energieberater Mitglied in verschiedenen industriellen Ausschüssen zu Energiefragen tätig und hat mehrere Ausarbeitungen zu Energiethemen veröffentlicht.

Ebenso arbeiten wir im Bereich der sicheren Energieversorgung mit namhaften Spezialisten bei unserem Partnerunternehmen, SME Management GmbH in Köln, zusammen.